LOCOPHOBIA - Wo willst Du leben?

Folge 4: Montagmorgens-Schmerzgrenzen

Lieber Momo,

Aggressionen hab ich ja ständig. Auf alles. Und jeden. Und die halten mich ja auch am Laufen. Irgendwie. Aber das ist mehr als nur ein Blogthema.
Gehen wir also nochmal zurück zu den Schmerzgrenzen. Da hab ich nämlich eine niedrige Toleranzgrenze. Folgende Story:

Morgens, halb zehn in Deutschland. Begebe mich auf die Jagd nach dem ersten Frühstückchen des Tages. Und das muss ich der Provinz lassen: dreimal wöchentlich auf einem Markt in historischer Kulisse Gemüse - frisch gerupft aus Nachbars Garten - jagen und erlegen zu können, ist schon was echt Feines.

Aber nur, wenn es dann jeweils bei „zwei Bananen bitte-macht 70 Cent-danke“-Kommunikation bleiben würde. Tut es aber nicht. Nie. Diesmal auch nicht.

Und so kommt, noch vor dem „70 Cent bitte“ ein „Sieht man sich auf dem Adventsmarkt am Sonntag?“. Ich nur: „Äh?“

Denn, bitte! Kannst du sowas vor 10 Uhr (!!) - den inneren Wecker noch im Halbschlaf-Modus und das Schild „Bitte nicht ansprechen“ noch um den Hals tragend - von einem dir völlig unbekannten Gegenüber ertragen? Und das auch noch auf nüchternem Magen?

Ich nicke also völlig verständnislos. Adventsmarkt? Ich will doch bloß die Bananen. Ohne Sozialanhang. Also tut mir die Obstverkäuferin das "Zettele in die Tüte nei`, gell?" Ähm, ja.

Als ich aber lese, dass auf dem Adventsmarkt Krippenschnitzer Helmut Hampel (ha!) das Programm abrunden wird, gibt es für mich an diesem Montagmorgen kein Halten mehr.

Bekommst du mit deinen Brötchen auch immer ein neues Sozialumfeld mitgeliefert?

CHARLOTTE am 17.11.08 11:41

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